Schnee, Kälte, Nacht. Augenbrennen, Konzentration. 

Verkrampfte Hände halten das Lenkrad. Wie lange schon? 
Angespannter Blick durch die Windschutzscheibe. Am Wischer gefriert Schnee. Nur nicht bremsen! 
Angst. Herzklopfen. Allein... 

Da! - Zwei Autos schleudern, drehen sich.Scheinwerfer rutschen langsam auf mich zu. 

Vorbei! Noch einmal davongekommen. Wie lange noch? 

Heimfahrt - Höllenfahrt! 
In dieser Situation wollte ich anhalten, aussteigen und weinen. 

Ich konnte es nicht.
Angespannt fuhr ich weiter, immer weiter.

Später, viel später, zu Hause, heulte ich plötzlich los.
Stoßweise schluchzte ich mir die Anstrengung heraus.
Ich weinte laut und hemmungslos.
Ich konnte nicht mehr aufhören.
Lange angestaute Gefühle brachen auf.
Einsamkeit, Verzweiflung, aber auch Entspannung, Erleichterung, nachlassende Konzentration. 

Allzulanges Schweigen löste sich in Tränen auf. 

Vier Stunden Höllenfahrt waren der Anlass zu einem längst fälligen Gefühlsausbruch.
Und dann die Frage: „Warum erst jetzt,    warum erst heute?“ 

Warum ist es so schwer zu weinen? 
Man sollte öfter weinen, ehrlich weinen. 

Dann wird man auch wieder öfter lachen, ehrlich lachen!

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