Geruch von frisch gemähtem Gras. Fernes Brummen der Autos,abgeschwächt, abgeschirmt durch die nachtschwarzen Tannen. Fades Wasserblau vertrieb den Goldschimmer der sich stetig auflösenden Wolken. Die Ameisen krabbeln nicht mehr. Nachtfalter taumeln. Ruhe spült den Tag fort wie Wasser aus einem Gartenschlauch den Schmutz einer Stiege. 

Gleißendes Erschrecken, als Autoscheinwerfer sich mit Kerzenlicht streiten. Schimmernde Glühwürmchen. Ein Hund bellt. Lang, aufgeregt. Und wieder kehrt Ruhe zurück. Die Ruhe eines gleichmäßigen Atems. Die Ruhe der Nacht. Die Ruhe singender Fernleitungsdrähte, geometrische Zeichen im Dunkel des Himmels. 

Wolken kommen auf. Noch helle Ränder von ferner Erleuchtung; der Sonne? Des Mondes? Gras raschelt. Was ist das? Immer mehr Wattebällchen säumen das Blau, Nachtblau nun. Vereinzelt goldene Stecknadelköpfe: 

Sterne? Verdrängt durch grauschwarz werdende Finsternis. Dunkel, Ruhe, Frieden. 

Lautloser Übergang. Woher - wohin? 

Ein Tag geht, eine Nacht kommt. 

Das Brummen der Autos verstummt, der Geruch frischen Grases bleibt.

 

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